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14/02/2017 // http://www.schwaebische.de
Christel Voith

Konzert zeigt Todesahnung mit Schwung
Mitreißende Sonntagsmatinee mit italienischer Pianistin
Mit einem sehr vielseitigen Programm hat die italienische Pianistin Saskia Giorgini am Sonntagmorgen im Kiesel begeistert.
Friedrichshafen sz „Noch nie hat mich ein Earthquake-Konzert enttäuscht“, hat eine begeisterte Besucherin am Sonntagmorgen beim Verlassen des Kiesels gesagt. Durch hohe künstlerische Qualität hat sich die Reihe der sonntäglichen Klavierkonzerte längst einen Namen gemacht, auch diesmal mussten wieder Zusatzstühle auf die Bühne gestellt werden, so groß war der Andrang zur italienischen Pianistin Saskia Giorgini.

Bildhübsch und charmant ging die Gewinnerin des Mozart-Wettbewerbs 2016 in Salzburg im raffinierten rückenfreien Glitzer-Shirt zu schwarzer Hose ans Klavier, doch entscheidend war ihr reifes, kultiviertes Spiel.

Lebhaftes Presto
Bezaubernd war es, bei Beethovens „Waldstein“-Klaviersonate op. 53 das flinke Spiel der schmalen Finger zu beobachten. Ein kapriziöses Spiel mit poetischen Ruheinseln, ein munter sprudelnder, vorandrängender Fluss in lebhaftem Dialog beider Hände. Ruhig und in sich gekehrt ging sie das Adagio an, tastend wurde eine Melodie geboren, eine wunderbare Stimmung gelöster Entrücktheit geschaffen, ehe zuletzt in der Sonate, die in Frankreich „L’Aurore“ – Sonnenaufgang – genannt wird, in lebhaftem Presto das Licht aufleuchtete.

Vorangegangen war Mozarts Fantasie c-Moll KV 475, eine Fantasie, die in ihrer Ausdruckstiefe, ihrem Modulationsreichtum wie in ihrem virtuosen Satz einzigartig ist in Mozarts Werk für Klavier. In großer Ruhe setzte die Pianistin ein, tauchte tief ein in eine Welt der Trauer und der Todesahnung, in die in sachte hingetupften Passagen eine Ahnung von Seligkeit hineinstrahlte, lichte Tupfer in der dunklen Region, in die die Spielerin erneut eintauchte.

Ganz anders war ihr schillernder Ausflug ins 20. Jahrhundert mit den facettenreichen „Sechs Préludes“ (1967) des 14-jährigen Wolfgang Rihm, eine Komposition, die den 65-jährigen Karlsruher Komponisten und Musikwissenschaftler auch heute noch interessiere. Der Bogen spannt sich von der virtuosen Studie mit arpeggierenden Figuren über oktavierten Basstönen über fiebrige Akkordfolgen und eine groteske Walzerkarikatur bis zur verfremdeten Kantilene.

Bezaubernde Leichtigkeit und Spritzigkeit bewies Saskia Giorgini zuletzt mit Mikhail Pletnevs Klaviersuite zu Szenen aus Tschaikowskys Ballett „Dornröschen“. Ein virtuoses, befreites Musizieren vom Tanz der Pagen und der Silberfee bis zum sprühenden Finale.

„Entschuldigung, das war Gershwin“, sagte sie vergnügt zu ihrer ersten Zugabe und ließ zur Freude der Zuhörer gleich noch ein zweites Gershwin-Stück folgen.

14/02/2017 // http://www.suedkurier.de
Corinna Raupach

Saskia Giorgini spielt mit großem Ausdruck
Die italienische Pianistin begeistert im Kiesel mit brillanter Technik und freundlichem Ton

Dunkel steigen erste Töne vom Flügel auf, von weit her antworten verhaltene Seufzer. Noch tiefer klagt der Flügel, noch schmerzlicher seufzt er – bei aller Ruhe liegt eine fast greifbare Spannung über dem Spiel von Saskia Giorgini im Kiesel. Sie löst sich etwas, als die Melodie zu fließen beginnt, erst in der rechten, dann in der linken Hand. Ruhelos pulsieren Sechzehntel-Noten, ehe die Musik in einem lyrischen Thema ganz zu sich findet.
Wolfgang Amadeus Mozart schrieb seine c-moll Fantasie in den Jahren 1784 und 1785 auf dem Gipfel seiner Popularität. Er unterrichtete täglich, gab mehrmals in der Woche Konzerte und komponierte abends oder nachts. Saskia Giorgini spielt sie geradezu liebevoll: sie schenkt jedem Ton ihre Aufmerksamkeit, gestaltet jede Phrase mit Sorgfalt und verfolgt achtsam harmonische Entwicklungen.
Die italienische Pianistin spielt Klavier, seit sie vier Jahre alt ist, hat mit 14 an der Klavier-Akademie Imola und später am Salzburger Mozarteum studiert und lehrt an der Musikakademie in Pinerolo. Sie ist regelmäßiger Gast bei internationalen Festivals, konzertierte mit Orchestern wie dem CBC Radio Orchestra und gewann unter anderem 2016 den Internationalen Mozart-Wettbewerb in Salzburg.
Auch in Ludwig van Beethovens “Waldstein-Sonate” bleibt ihr Ton freundlich. Sie hält die Untiefen der Musik in der Schwebe, kontrastiert energische Akzente mit zart flüsternden Tönen. Beethoven schrieb das Werk 1804/05 in Wien als etablierter Komponist, der aber die Hoffnung auf Heilung seines Ohrenleidens aufgeben und ohne die Zuwendung einiger Gönner auskommen musste.
Die Sonate beginnt mit pochenden Achtel-Akkorden, aus denen sich erst langsam eine Melodie entwickelt, um dann übermütig über die Tasten zu sausen. Die anstelle eines zweiten Satzes stehende Introduktion schwebt mit Tönen in den Saal, die weder Anfang noch Ende haben, ehe der liebliche Rondobeginn sie ablöst. Den Wechsel von hell und dunkel, laut und leise lässt Giorgini in ein prestissimo münden, das sich in aberwitzigem Tempo über sich selbst amüsiert.
Der Komponist Wolfgang Rihm unterrichtet an der Hochschule für Musik in Karlsruhe und erhielt für seine Kompositionen zahlreiche Preise wie den Kranichsteiner Musikpreis, den Beethovenpreis und den Ernst-von-Siemens Musikpreis. Seine sechs Préludes aus dem Jahr 1967 sind Miniaturen, denen Giorgini eigene Gesichter verleiht: dunkel drohend, getragen oder tänzerisch im Walzertakt.
Peter Tschaikowskis Ballett Dornröschen wurde 1890 im Marinski-Theater in St. Petersburg uraufgeführt. Wie schon “Schwanensee” war ihm kein sofortiger, dafür aber lang anhaltender Erfolg beschieden. Es wurde zur Vorlage für eine Orchestersuite und ein Klavierstück zu vier Händen, der russische Komponist Mikhail Pletnev arrangierte es für Klavier Solo. Für die Ouvertüre greift Giorgini mal kraftvoll zu, mal klingelt es sachte wie von einer Spieluhr: der Kampf zwischen guter und böser Fee ist hier schon angelegt. Reines Ballett mit getrippelten Schrittchen und Pirouetten bietet der “Tanz der Pagen”. Dynamisch und leichtfüßig springt und tänzelt die “Fée argent”, ehe das Finale in festlicher Eleganz die Suite und das Konzert im Kiesel abschließt.

01/11/2014 // Liszt blog
Alexander Buskermolen

With the Müller Lieder Giorgini made a wonderful statement: it was played with a deep emotional understanding for the music, choosing tempi, colors, dynamics accordingly to the movement at hand. Everything was played a 100% clean and accurate. In particular the use of rests, pianissimo and general timing made for a stunning performance. And we sat in silence and just listened how the recital progressed.

The March hongroise was played with great articulation, stability in tempo and full of character [..]

Keeping the tension beautifully, Saskia Giorgini continued her performance, [..] in Die Zelle in Nonnenwerth Giorgini instantly changed her palet of colors, choosing for a dreamy kind of approach. This dreamlike quality of sound didn’t mean the clarity was gone, on the contrary! In the upper part of the register, she made sure the Fazioli 2,87 was working in her advantage. It sang beautifully. The use of the inner cantabile voicing was again wonderful, and progressed into a very well structured climax. The exact same could be said about Les Préludes, again making it obvious she was made for this repertoire.

28/10/2014 // Liszt blog
Alexander Buskermolen

The Fazioli 2,87 was put to work in this fantastic recital. Every composition was filled with clarity and a personal sound, a real artist at work!

“Il lamento” was played with appropriate power and virtuosity, especially in the major climax. In general very convincing with much confidence. What stood out when watching Giorgini’s piano technique was her almost masculine approach to the keyboard. Strong hands, power in her arms and a clear grip on every chord and run.

[Ab irato] Giorgini used the beautiful Fazioli basses to her full advantage. Very impressive playing, clean and with a rigorous drive, excellent!

Giorgini amazed the audience with her interpretation of Étude d’exécution transcendante No.11 Harmonies du soir. It was a very well structured execution with an amazing range of dynamics. [..] she dared to stay pianissimo for a long time and created a fragile tension in her performance.

Giorgini’s performance ended with a very orchestral Wagner/Liszt Isoldes Liebestod. As it is originally an operatic composition, it’s nice to hear a pianist that actually shapes this piano version into orchestral proportions. Wagner himself was present! This young Italian showed she understood the way an orchestra would shape these typical Wagnerian phrases, particularly with the dynamics. She did all of that without losing sight of Liszt, as it is his rendition of Wagner’s opera Tristan und Isolde.

21/05/2013 // New York Concert Review
Rorianne Schrade

The excellent young soloist in the Rachmaninoff First Concerto was Saskia Giorgini, who sailed through the piece’s technical challenges while bringing genuine tenderness to its yearning phrases [..]and living each note as if it were the last. Ms. Giorgini clearly knew each note of this demanding piece inside and out and invested herself in each one. She was able to handle nearly all the ensemble surprises that came her way (an inevitable challenge in this work) and to bend accordingly. At the same time she showed an assured solo presence that should guarantee her similar engagements in the future. She was listed as having also won the 2012 NYCA Rising Artists Concerto Presentation.

20/10/2012 // http://musicofilia.wordpress.com

Roberto Mastrosimone

L’Unione Musicale di Torino dedica a Franz Schubert un ciclo di 12 concerti al Teatro Vittoria. […] Si è cominciato Sabato 20 ottobre u.s. con una bellissima serata all”insegna del Wanderer e naturalmente nel mio blog non ne posso non scrivere.[…] la Wanderer-Fantasie per pianoforte e la Sonata (Gran Duo) per pianoforte a 4 mani. Entrambe hanno avuto come interprete la straordinaria Saskia Giorgini, affiancata nella sonata dal bravissimo Antonio Valentino (pianista del Trio Debussy).
Non credo di aver esagerato a definire straordinaria la Giorgini: seguo i suoi concerti da circa sette anni e mi entusiasma sempre di piu’. Una Wanderer-Fantasie splendida, perfetta che ha suscitato le meritate e calorose ovazioni, una bellissima esecuzione della Sonata D.812 in perfetta simbiosi (e il merito va equamente diviso con Antonio Valentino) con il partner musicale. Un ottimo inizio di una serie che promette meraviglie.

05/08/2012 // http://promusicafirenze.blogspot.it/

Monica Brini

“Domenica 5 agosto alle ore 19 nella Chiesa di S.Donato a Lamole all’interno della programmazione di Pianoraro, una rassegna di rarità pianistiche che impreziosiscono il calendario dell’Estate Concertistica,
si è esibita Saskia Giorgini, una giovane musicista dal curriculum prodigioso.

Si è presentata nella sua elegante semplicità, scalza, non una parola, un solo piccolo e fugace sguardo al pubblico per poi sedersi davanti al piano dove, piena di luce ha come raccolto tutta la sua passione per un’esibizione entusiasmante. Una ragazza minuta, apparentemente fragile capace di emozionare con la sua musica in completa simbiosi con il pianoforte della quale sembra essere la parte essenziale. Saskia ha eseguito un repertorio particolare, non comune a partire dal primo compositore da lei scelto, Jean Cras. Jean Cras nacque e morì a Brest e fu ammiraglio della Marina Francese. Fu uno dei molti prolifici compositori ispirati dalla generazione post-romantica francese. Amava il mare e la Marina e questo lo portò a coltivare una mancanza di tempo da dedicare alla sua arte. Non sono molte le opere che ci ha lasciato e tra queste nel 1917 compose Paysages, oggi riproposte da Saskia con trasporto e trasparenza. Sull’onda dell’entusiasmo dei compositori del 20° secolo, nella seconda esibizione troviamo due notturni di Gabriel Faurè. Faurè fu un compositore che utilizzò un linguaggio armonico molto particolare, dove la melodia viene percecipa come la libera espressione delle emozioni. Saskia Giorgini ci ha regalato un’interpretazione toccante di questi brani interpretati in ogni singola sfumatura. Nella seconda parte del concerto la musicista esegue Ventiquattro preludi op.11 di Alexander Scriabin, compositore russo la cui figura si colloca tra il tardo-romanticismo e la sperimentazione novecentesca.

Un repertorio decisamente inconsueto per una giovane artista che denota curiosità musicale e soprattutto la chiara determinazione nel trasmettere la sua volontà di far parte di un mondo dove eseguire alla perfezione non è sempre la parola chiave mentre emozionarsi per suscitare emozioni, commuoversi per commuovere, appassionarsi per risvegliare passioni, sono elementi alla base della sua musica. Grazie Saskia!”.

16/03/2012 // http://www.irliepaja

Dace Bluke

“In the performance of the young and talented Italian pianist follows the concerto No.2 by Chopin. While listening, it seemed that the music by such a young composer (the concerto was written by Chopin in the age of 19) really should be played by young people. [..]the second part was romantic and dreamily – just as a young, romantic and extremely talented polish pianist and composer F. Chopin could feel and think. The audience enjoyed the smiling pianist so much, that by the applause they get two more encores from the repertoire of Chopin.”.

17/03/2012 // http://www.irliepaja

Orests Silabriedis

„Despite two pianist changes – both of them were excellent. [..] the Italian pianist – I think the audience fell in love with her! I had the feeling that there was such a warmth and sincerity coming from the audience.”

28/03/2011 // http://www.0574news.it

“L’occhio sulla città” – Franco Franchi

”Omaggio a Liszt”, il concerto che si è svolto all’Auditorium di Loppiano (Incisa Val d’Arno) sabato 26 marzo alle 17 e 30, [..] Come brano di apertura il Concerto n. 2 per pianoforte e orchestra di Liszt; solista Saskia Giorgini, giovane pianista torinese che si è esibita più volte con musicisti quali Gilles Apap, Thomas Demenga, Dora Schwarzberg; direttore d’orchestra Andrea Battistoni, ventiquattrenne astro nascente del panorama musicale italiano ed internazionale […]
Magicamente proposta dalla giovane ma altrettanto sicura Saskia Giorgini, accompagnata con intelligenza e partecipazione da Andrea Battistoni, la musica di Liszt ci ha tenuto venticinque minuti senza fiato; non ci siamo neppure accorti che tra un movimento e l’altro del concerto mancavano le pause.

19/08/2006 // Straight Vancouver

“Rota’s piano concerto, the real heart of the program, closed the first half, featuring the young Italian pianist Saskia Giorgini. In a slinky, black, backless gown and sparkly high-heeled sandals, the 20-year-old strode onto the stage, with her long, leg-baring dress and undoubtedly won over a few male listeners before she had even touched the keys. When she did, however, she proved herself as possessing not only technical wizardry (and hands the size of baseball mitts) but also a sophisticated, if at times indulgent, musicality. Unlike his Il Gattopardo music, Rota’s piano concerto is a rollicking jazz-inflected work with odd, angular melodies and surprising turns of phrase. The contemplative Giorgini handled the piece with equanimity and was rewarded with three curtain calls that necessitated an encore: a showy execution of Sergei Rachmaninoff’s Polka, in which Giorgini worked the pedal and added plenty of rubato to the shamelessly virtuosic piece.”

21/08/2006 // Vancouver Sun, David Gordon Duke

“Festival’s end is Bernardi’s final bow. August 18/19, Vancouver Festival, Chan Centre, Italian Pictures/ Paradiso & Inferno”

“Italian Pictures, Festival Vancouver’s Friday program by the CBC Radio Orchestra, featured Nino Rota’s hugely enjoyable Piano Concerto — an eccentrically swashbuckling affair played with verve by the glamorous Saskia Giorgini. However, the evening was overshadowed by the realization that this was to be Mario Bernardi’s last concert as Principal Conductor of the Orchestra, a post he’s held since 1983.”